Kings Canyon, die Sonne brennt...
Heute Morgen heisst es frueh aufstehen, um sechs werden wir abgholt. Mit Rocktours gehts ab in die Wildniss, drei Tage trocken Brot bei 40 Grad.... Nein so schlimm ist es nicht, aber eine Erfahrung soll es schon werden. Zum Glueck haben wir die Tour erst hier gebucht, guenstiger als die Touren die sonst so im ganzen Land angeboten werden, weil einheimisch, wird von allen hier empfohlen. Wir sind die ersten im Bus, Mike, eigentlich Michael gennant, unserer Guide ein Lustiger Vogel. Gerade einmal 25, begleitet und fuehrt uns die drei Tage zum Kings Canion, zu den Kata Tjuta und zum Uluru. Er macht die Touren schon 3 Jahre, ist hier irgendwie haengen geblieben, also schon ein alter Hase auf diesem Gebiet und ein ruhiger gelassener Typ. Den brauchen wir am heutigen Tage auch...
Wir sind gerade aus der Stadt raus, ein wenig am einnicken, ist ja noch so frueh, auf einmal ein lauter Knall, Reifen kaputt. Gerade aus dem Handyempfangsgebiet raus, was fuer ein Misst. Mike bleibt ganz ruig, moechte den Reifen wechseln, hat jedoch nicht so recht das passende Werkzeug. Der Wagenheber ist zu klein, weil der Strassenrand abhaengig ist und mit dem Schluessel kommt er auch nicht so recht klar... Wie gut, das zwei deutsche Ingenieure, die auch mit dabei sind, die Sache in die Hand nehmen. Zusammen versuchen die drei mit diversen Tricks die Schrauben los zu kriegen. Kann ja keiner von uns Deutschen ahnen, dass man hier Schrauben mit Linksgewinde hat, fuer die Aussis oder Englaender aber ein kleines Armutszeugnis. Wir anderen gucken der Sache sehr enstpannt aus unmittelbarer Naehe zu und koennen uns das eine oder andere Schmunzeln nicht verkneifen... Ich habe noch nie gesehen, dass jemand ein Loch budelt, um einen Reifen aufs Auto zu bekommen, weil der Wagenheber wie gesagt nicht hochgenug zu bekommen ist, aber es geht. Das Adventure faengt schon frueh an.... !!!
Nach einiger Zeit und dem festschrauben des auch nicht mehr so neuen Ersatzreifens, nach einigen anhaltenden und Hilfe anbietenden Autofahrern ist es dann endlich geschafft, es geht weiter... die Sorge um den Ersatzreifen legt sich bald... wird schon halten...!!
Es ist echt verdammt heiss, 37 Grad im Schatten und wir turnen auf dem Kings Canion rum. Nina hat echt Probleme, gewoehnt sich dann aber ans Klettern und die Hitze. Wir wandern ueber vier Stunden und trinken unmengen von Wasser. Eine kleine Abkuehlung bringt das Baden im Garden of Eden...
Da wir bedingt durch den Unfall am Abend ziemlich Spaet dran sind, muessen wir durch die Dunkelheit. Mike hat schon ueberlegt, ob wir das Bushcamp nicht irgenwo anders in der Naehe machen, das heisst aber morgen sehr frueh aufstehen. Dass wollen wir nicht, also ab durch die Nacht... Leider muss ich nun in aller Trauer die wir alle haben sagen, dass wir Mitleid mit dem grossen roten Kaenguru haben welches leider zu spaeter Stunde ueber die Starsse gehen musste. Wirklich!! Wir haben es noch gesehen, als Marc gesagt hat, ein Kaenguru!!! Da war es aber schon zu spaet!! Es flog ueber das Auto und mit ihm die Kuehler abdechung und eine Scheinwerferabdeckung. Echt heftig, ein grosses rotes... Schade um das schoene Tier... Die anderen Tiere die uns so begegnen, mehrere Dingos, Kuehe usw, bleiben Gott sei Dank heil. Das Mike vor einigen Wochen schon eine Kuh angefahren hat erfahren wir erst aus seinem Spruchbuch in welches wir uns nach der Tour verewigen koennen.
Wir Campen mittem in nichts, weit weg von aller Zivilisation. Wir sind voellig kaputt von diesem anstrengendem Tag. Essen wir auf dem offenen Feuer zubereitet, wirklich lecker. Es gibt heute Abend Kamehl, mein erstes. Wird nicht mein favorite werden, aber man kann es essen...
Das Schlafen im Swac erweist sich als ziemlich heiss, aber ich schlafe super gut... Nina schlaeft nicht durch, hatte vorher auch ein wenig Angst wegen den Tieren, aber nach der ersten Nacht, ziemlich ruhig, keine heulenden Dingos, ist auch sie begeistert und bereut nicht mehr diese Tour gemacht zu haben....

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